Presse / Medien
Auf dieser Seite finden Sie alle Berichte rund um und über das Projekt. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass nicht alle Berichte hier veröffentlicht werden können. Die Medien-/Presseberichte sind nach Veröffentlichungsdatum geordnet, wobei der oberste Bericht der Aktuellste ist.Eine Wetterfee ganz auf der Höhe (30.10.2010)

Wetterstation Frankenheim/Rhön -PDF-Download
Wiesbadener Tageblatt 11.09.2009
Sonnentage für die Kur exakt ermittelt
11.09.2009 - BAD SCHWALBACH
Von Friedbert Wolter
WETTER Bad Schwalbach nimmt an Klimaforschung Hessen teil
Bad Schwalbach kann sich ab sofort mit Schönwetterregionen wie Usedom und dem Südschwarzwald vergleichen - eine Messstation am Wasserbehälter oberhalb des Schänzchens macht´s möglich.
Regenwasser im Messglas auffangen, Thermometer ablesen, Sonnenstunden zählen, Windgeschwindigkeit messen - das war gestern. Noch gibt es diese ehrenvolle Aufgabe für Hobby-Meteorologen, doch reicht momentane Bestandsaufnahme bei weitem nicht mehr. Voraussage ist das Thema, und die soll immer genauer sein. Soll dicke Luft und stürmische Winde regional ankündigen wie Starkregen und Gewitter, falls die Region betroffen ist.
Präzise Messung und Auswertung vor Ort ist durch die soeben fertig gestellte Wetterstation gewährleistet, errichtet oberhalb des Schänzchens. Sie steht neben dem ersten Wasserbehälter der Kurstadt, gebaut 1896 vom Bad Emser Ingenieur Max Hessemerer, als Langenschwalbach sich ausschließlich talseitig erstreckte. In Betrieb genommen wurde die Mess-Anlage im Rahmen des Projektes "Klimaforschung Hessen" mit Bürgermeister Martin Hußmann und Stadtbauamtsleiter Thomas Plehn.
Wenn die von der solarbetriebenen Anlage ermittelten Daten voraussichtlich ab dem 14. September vom Server im Rathaus empfangen und verarbeitet werden können, lassen sich diese von jedermann ständig und kostenlos über das Internet abrufen.
Der aufgrund fehlender Sichtverbindung zwischen Wetterstation und Rathaus noch fehlende Funkkontakt soll bis dahin eingerichtet sein, möglicherweise über die Zwischenschaltstelle eines höher gelegenen Gebäudes, sagt Projektleiter Christoph Weidner. Schon jetzt erfasst die Station alle zwei Sekunden rund um die Uhr Lufttemperatur, Luftdruck, Luftfeuchte, Niederschlag, Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Solarstrahlung und UV-Index.
Nach Aufbereitung der Daten werden die einzelnen Verläufe auch als Grafiken nachvollziehbar dargestellt, können unter anderem für Berechnungen des Klimawandels herangezogen werden. Stadt und Kurbetrieb können diese Informationen für eigene Zwecke nutzen, sei es für touristische Werbung, um den Heilbad-Status aufzuwerten und zur Attraktivitätssteigerung der eigenen Webseiten.
Mindestens 15 Jahre soll das Projekt "Klimaforschung Hessen" laufen. Angefangen wurde damit in der Gemeinde Großalmerode am Hohen Meißner, Bad Schwalbach ist die zweite Station, hundert sollen es werden, sagt Projektleiter Weidner. Die Kosten für Station, Montage, Zehn-Meter-Mast, Software und PC belaufen sich auf "nur" 2500 Euro, weil Sponsoren, Herstellerrabatte und Fördermittel den tatsächlichen Betrag deutlich reduziert hätten. Den Aufwand für Wartung, Reinigung und Betrieb trägt das Forschungsprojekt. Nach einem Jahr Betriebsdauer erhält die Stadt Bad Schwalbach ein monatliches Entgelt für die Bereitstellung der Wetterdaten.
Zaungast bei der Inbetriebnahme war der Bad Schwalbacher Waldkindergarten. Die Kleinen ließen sich von den Fachleuten altersgerecht erklären, was es mit dem Innenleben des von Streben und Stahlseilen gehaltenen Mastes und dem schwarzen Hut im unteren Bereich, dem Regenmesser, auf sich hat und dem lamellenverkleideten Hohlkörper, dem belüfteten Strahlungsschutz.

Bild: Christoph Weidner (li) der Projektleiter mit Thomas Plehn, von der Stadtverwaltung (Bereich Umwelt)
zur Einweihung der Station
Einweihung der 1. neuen Station im Panoramabad Großalmerode
Bericht aus Marktspiegel am 27.06.2009
Der Sommer kann kommen
Eine Wetterstation für Großalmerode
Vergangene Woche trafen sich Bürgermeister Andreas Nickel, Stefan Möller, der IT-Manager der Stadt Großalmerode, Bademeister des Panoramabades Harald Krumpholz und Christoph Weidner vom Verein für Klimaforschung Hessen im Freibad der Tonstadt. Hier wurde die erste von geplanten 100 neuen Wetterstationen, von denen 25 in der Endplanungsphase stehen, eingeweiht. Im Panoramabad werden nun rund alle zwei Sekunden von der Wetterstation die verschiedenen Wetterfaktoren gemessen und erfasst. Niederschlag, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Solarstrahlung und UV-Index geben detailiert Auskunft über die Wetterlage in Großalmerode.
Die Windgeschwindigkeit und Richtung wird von einer zweiten Apparatur auf dem Dach erfasst. Stefan Möller und Andreas Nickel weisen auf die steigende Attraktivität des Bades für Besucher hin. Eine installierte Webcam bietet Besuchern die Möglichkeit auf der Internetseite der Stadt schon im Vorfeld zu sehen, wie das Wetter im Panoramabad ist. „Das Freibad ist von allen Institutionen am meisten vom Wetter abhängig und um darüber präzise und schnell Auskunft zu geben, ist das Internet das beste Medium“, erläutert Bürgermeister Andreas Nickel seine Entscheidung für die Station.
Außerdem betont Bürgermeister Nickel den positiven Nebeneffekt, dass die Anlage dem Vandalismus entgegen wirkt. „Nach der „Einlernzeit“ der Station von zirka vier Monaten wird eine Wettervorhersage möglich und je mehr Daten vorliegen desto präziser wird diese“, erklärt Christoph Weidner die Funktion der Anlage weiter. Die Kosten der Wetterstation von rund 2500 Euro hat die Stadt Großalmerode übernommen. Wobei das komplette Messnetz später mit Fördergeldern der EU unterstützt wird und die Anschaffungskosten während der Laufzeit zurück erstattet werden.

Bericht aus der HNA vom 27.06.2009 steht als PDF-Download bereit:
